Vor und Nachteile kostenloser Girokonten

Eine steigende Anzahl von Bankinstituten bietet ihren Kunden kostenlose Girokonten an. Das Angebot ist mittlerweile so umfangreich, dass man sich nicht zu Unrecht zu fragen beginnt, warum es überhaupt noch kostenpflichtige Konten gibt. Denn der Umfang an Serviceleistungen ist meist groß: Funktionale Plattformen beim Online-Banking, kostenlose Tagesgeldkonten, Guthabenzinsen und obendrein gibt es oft noch EC-Karte und Kreditkarte zu besonders günstigen Konditionen oder ebenfalls kostenlos.

Vorteile kostenloser Girokonten

Kostenlose Girokonten glänzen in der Regel mit einer Reihe von Serviceangeboten. Diese müssen auch gegeben sein, denn meist sind es Direktbanken ohne eigene Filialen, die solche Konten anbieten. Die Benutzeroberflächen sind meist intuitiv erfassbar und mit diversen Besonderheiten wie beispielsweise Kontowechselservice und Komfortüberweisung ausgestattet. Ein weiterer Pluspunkt liegt bei vielen kostenlosen Girokonten im ebenfalls kostenlos erhältlichen Tagesgeldkonto, das eine attraktivere Guthabenverzinsung verspricht. Es gibt allerdings auch Anbieter, die bereits auf das normale Girokonto Guthabenzinsen anbieten. Diese liegen zwar deutlich unter denen eines Tagesgeldkontos, bescheren aber dennoch eine regelmäßige Zinsgutschrift. Hinzu kommen kostenlose EC-Karte und bei vielen Banken auch noch eine kostenlose Kreditkarte, mit der sich weltweit Bargeld abheben lässt. Auf verschiedenen Online-Portalen, wie zum Beispiel auf www.finanzprodukte24.de, können Sie die Angebote der verschiedenen Anbieter vergleichen

Gute Konditionen aber oft kein Service vor Ort

Kostenlose Girokonten werden oftmals von Direktbanken angeboten. Diese bieten zwar gute Konditionen, aber dafür keinen persönlichen Service, da es schlicht nur wenige oder keine Filialen gibt. Bei einigen Banken ist das Girokonto auch nur unter bestimmten Umständen kostenlos. Das ist meist dann der Fall, wenn ein bestimmter Gehaltseingang pro Monat auf dem Konto registriert werden kann. Es kann also sein, dass für ein als kostenlos beworbenes Girokonto dennoch Gebühren erhoben werden, wenn nicht mindestens ein Betrag von 1.000 bis 1.250 Euro als Gehaltseingang verbucht werden kann. Daran wird auch ermessen, ob der Kunde kreditwürdig ist. Das ist vor allem für den Dispositionskredit von Bedeutung, der eine Kontoführung im Soll erlaubt und deswegen eine entsprechend gute Bonität voraussetzt. Bei einem Vergleich der Girokonten sollten also auch die Dispozinsen verglichen werden, denn hier kann es zu signifikanten Unterschieden kommen.

Entscheiden Sie, was ihnen wichtig ist

Es ist wohl auch ein Stück weit Geschmacksache, welches Konto das Beste ist. Wer auf Filialbesuche verzichten kann und ohnehin alle Geschäfte via Internet und Online-Banking abwickelt, ist mit einem kostenlosen Girokonto bestens bedient. Wer seine Überweisungsträger auch mal von Hand ausfüllt und auf ein persönliches Beratungsgespräch nicht verzichten möchte, ist nach wie vor bei einer Filialbank mit kostenpflichtigen Konten besser aufgehoben.